Pornosucht – Kann sie die Potenz negativ beeinflussen?

Eigentlich ist das Porno schauen ja etwas schönes. Doch nimmt das Verlangen nach den schmutzigen Filmchen Überhand, werden täglich mehrere Pornos konsumiert und ersetzt der virtuelle Sex fast vollständig den echten, dann kann von einer Pornosucht gesprochen werden. Immer wieder ist von einem Zusammenhang zwischen Pornosucht und Erektionsstörungen zu lesen, doch kann der übermäßige Genuss von pornografischen Inhalten wirklich zu Potenzproblemen führen? Oder hat das Schauen von Pornos auch einen positiven Effekt auf die männliche Libido?

Erotische Frauen liegen im Bett.

Was bewirkt übermäßiger Pornokonsum beim Betrachter?

Der jederzeit und von überall aus mögliche Zugang zu pornografischen Inhalten hat zur Folge, dass die Pornos aufgrund der großen Konkurrenz immer härter und ausgefallener werden. Männer möchten sich durch das Schauen von Pornos Phantasien erfüllen, die im realen Leben für sie kaum oder sogar überhaupt keine Rolle spielen. Sei es harter Fetischsex, alte und junge Partner, die sich miteinander vergnügen oder Sex an so öffentlichen Orten wie der Straßenbahn. Vergleicht man diese virtuellen Ausschweifungen dann mit dem eigenen realen Sexleben, wirkt es nicht selten langweilig. Doch natürlich kann der Pornokonsum auch nur als Ergänzung zum „normalen“ Sexleben gesehen werden und ist in diesem Kontext völlig unbedenklich.

Wer regelmäßig Pornos konsumiert gewöhnt sich daran, dass harte, unrealistische und teils extreme Bilder ihn erregen. Werden diese Bilder von nun an unbewusst mit sexueller Erregung verknüpft, der läuft Gefahr, bei einer echten sexuellen Interaktion nicht mehr erregt zu werden. Die Reizschwelle ist einfach durch den massiven Pornokonsum so erhöht, dass „normale“ stimulierende Situationen nicht mehr als ausreichend erregend wahrgenommen werden und so die Erektion ausbleiben kann. Eine Studie des Max Planck Instituts aus dem Jahr 2014 kam zu dem Ergebnis, dass übermäßiger Porno Konsum zu einer geringeren Stimulation des Belohnungszentrum im menschlichen Gehirn beim Ansehen von erotischen Fotografien und Filmen und damit zu einer höheren Wahrscheinlichkeit von Erektionsstörungen führt.

Jugendliche sollten nicht zu viele Pornos konsumieren

Besonders bei der Generation junger Männer, die mit dem Schauen von Pornos wie selbstverständlich aufgewachsen sind, ist dieses Phänomen zu beobachten. Viele der männlichen Jugendlichen haben ihren ersten Porno geschaut, bevor sie ihre erste reale sexuelle Erfahrung gemacht haben. Die visuellen Abläufe in den Pornos werden mit sexuellen Reizen verknüpft und Empfindungen wie Geschmack, Geruch oder der Tastsinn bleiben beim Aufbau des sexuellen Gedächtnisses außen vor. Normale sexuelle Interaktionen lösen bei einigen, der so an Sexualität herangeführten jungen Männer, keine sexuelle Erregung mehr aus. Zu viel Pornografie kann dem Aufbau einer gesunden Sexualität also schaden. Wer allerdings bereits ein gesundes Verhältnis zur Sexualität und zu seinem eigenen Körper aufgebaut hat, für den können Pornos eine aufregende Abwechslung im Hinblick auf das eigene Sexleben sein.

Pornokonsum im Verzug.

Pornografie in Maßen hilft der Potenz auf die Sprünge

Der Konsum von Pornos kann auf der anderen Seite aber auch positive Effekte auf die männliche Potenz haben. Gerade in langjährigen Beziehungen, in die sich möglicherweise ein gewisser erotischer Trott eingeschlichen hat, kann ein guter Pornofilm oder eine Penispumpe (http://www.penispumpetest.com/) das Feuer der Leidenschaft wieder neu entfachen. Neben der Möglichkeit, einen Porno als Paar gemeinsam zu genießen, können Männer sich in Pornos auch ein wenig Anregung holen, was sie im Bett noch so alles ausprobieren könnten.